Das Herz des Landes ist Natur

Naturfreunde kommen im Ederbergland besonders auf ihre Kosten. Der naturnahe Verlauf der Eder, idyllische Bachtäler, steile Felsen oder Heidelandschaften - viele seltene Tiere und Pflanzen finden hier einen Lebensraum.

Die Ederaue im oberen Edertal steht unter europäischem Schutz nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie, wobei die Naturschutzgebiete "Battenfelder Driescher, "Ederknie am Auhammer", "Breite Heide" bei Hatzfeld oder die fünf Ederseitentäler besondere Highlights darstellen. Die Wacholderheidelandschaft "Battenfelder Driescher" war mit 32 Hektar im Jahr 1982 das erste Naturschutzgebiet im oberen Edertal. Zweck der Ausweisung war die Erhaltung der regional seltenen Kombination von Wald, Wacholderheide und Trockenrasen mit einer spezialisierten Vogel- und Insektenwelt. Dazu zählen neben Raubwürger und Heidelerchen auch die seltenen Erdbienen oder Sklavenameisen.

Erleben -Durchatmen - Erfrischen - Ruhe

1995 wurden fünf Ederseitentäler als Naturschutzgebiete auf insgesamt 595 Hektar ausgewiesen: Lindenhöfer Bach, Riedgraben, Elbrighäuser Bach, Nitzelbach und Linspherbach. Schutzziel ist die Erhaltung und Entwicklung der Lebensgemeinschaften der Bäche, Uferstaudenfluren, Quellfluren, Braunseggen-Flachmooren, Feuchtwiesen, Borstgrasrasen, Bergwiesen und naturnahen Laubwälder. Die Lebensräume von Schwarzstorch, Eisvogel und Gebirgstelze werden durch eine extensive Grünlandwirtschaft, eine naturgemäße Waldwirtschaft und weitere Pflegemaßnahmen entwickelt.

Die o.a. Mittelgebirgsbachsysteme sind über weite Strecken kaum vom Menschen beeinflusst und zeichnen sich bis in die Mündungsbereiche durch natürliche Fließdynamik, vollständige Ufergehölze und sehr gute Wasserqualität aus. Die Bachtäler liegen überwiegend in einem geschlossenen Buchen-Laubwaldgebiet, das Ende der 80er Jahre als nationalparkwürdig erachtet wurde. Absolutes "Prunkstück" unter den vielen botanisch wertvollen Bereichen ist die Bergwiese "Oberste Fallgrube" im Quellgebiet des Riedgrabens. Hier wurden bisher 176 Pflanzenarten, davon 18 Vertreter der Roten Liste des Landkreises Waldeck-Frankenberg festgestellt. Darunter sind größere Bestände von Arnika, breitblättriges Knabenkraut, geflecktes Knabenkraut, grünliche und weiße Waldhyazinthe sowie weitere Orchideenarten.

Alle Naturschutgebiete sind auf Wegen oder Radwegen zugänglich, denn im Ederbergland soll der Mensch an die Natur heran geführt werden, getreu dem Motto "Nur was man kennt, das kann man schützen".

Führungen der NABU

Hatzfeld: Heinz Schreiner, Tel.: 06467-636
Battenberg: Heinz-Günther Schneider, Tel.: 06452-3498
Frankenberg: Frank Seumer, Tel.: 06451-21715

Mehr in dieser Kategorie:
Wilder Wassergarten »