Traumroute Burgwaldpfad

Ein Hinweis vorab: wegen Holzerntearbeiten ist der Zubringer X1 des Burgwaldpfads im Bereich Mellnauer Kreuz Abt. 2145 b.a.w. gesperrt (Meldung vom 27.09.2016)

Folgen Sie uns durch den märchenhaften Burgwald von Frankenberg (Eder) nach Marburg an der Lahn und lassen Sie sich von der Landschaft zwischen Eder und Lahn begeistern.

Beginnen Sie Ihre Wanderung in der historischen Fachwerkstadt Frankenberg (Eder), mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten (www.frankenberg.de). Ihr Zielpunkt ist die Elisabethkirche in Marburg (Lahn). Das Markierungszeichen ist ein rotes B auf weißem Spiegel. Höhenlage: 160 bis 400 m.

Die märchenhafte, 51 km lange Traumroute, führt durch die von Eder und Lahn umschlossene Mittelgebirgslandschaft des sagenumwobenen Burgwaldes. Sie verknüpft den Lahn-Dill-Berglandpfad und den Elisabethpfad in der Universitätsstadt Marburg über die Extratouren Stirnhelle und Christenberg mit der Stadt Frankenberg an der Eder. Dort steht das zehntürmige Rathaus mit Glockenspiel, eines der schönsten Fachwerkrathäuser Deutschlands.

Frankenberg ist auch Ausgangspunkt zur Erkundung der Extratouren im Ederbergland. Der mit dem Deutschen Wandersiegel ausgezeichnete Pfad macht Ihnen die eindruckvollsten landschaftlichen, historischen Höhepunkte und schönsten Ausblicke der Region zugänglich.

Auf dem Weg durch den Burgwald, eines der größten unzerschnittenen Waldgebiete Deutschlands, begegnen Ihnen stille Waldwiesen, geheimnisvolle Moore mit Wollgrasflächen, sprudelnde Quellen, spiegelnde Teiche, sagenumwobene Burgen und der keltisch, fränkische Christenberg mit seiner romanischen Kirche mitten im Wald.

Museen, historische Rastplätze und Kutschenwege der hessischen Landgrafen erzählen Ihnen vom früheren Leben der Menschen und erklären die alten Namen der märchenhaften Orte. Durch die Verknüpfung der unvergleichlichen Landschaft mit der Geschichte garantiert Ihnen der Burgwaldpfad ein hohes Landschaftserleben.

Sehenswürdigkeiten

Frankenberg (Eder) wurde 720 n. Chr. an der Kreuzung zweier alter Heer- und Handelsstraßen als Festung errichtet. Die malerische Altstadt (1234 gegründet) und die Fußgängerzone mit zahlreichen historischen Gebäuden und Fachwerkhäusern laden zum Bummeln und Einkaufen ein. Bekannteste Sehenswürdigkeit ist das zehntürmige Rathaus mit Glockenspiel, eines der schönsten Fachwerkrathäuser Deutschlands.Besuchen Sie auch die Liebfrauenkirche, das Kreisheimatmuseum im ehem. Kloster St. Georgenberg und nicht zu vergessen das Museum Thonet, ein Möbelmuseum der besonderen Art, ganz in der Nähe von dem Startpunkt des Burgwaldpfades.

Ederstedefelsen
Die Ederstedefelsen aus Buntsandstein ziehen sich viele Kilometer entlang des südlichen Talhangs der Eder. Sie wurden vor ca. 200 Mio. Jahren als Schuttfächer von Flüssen des Rheinischen Schiefergebirges im damaligen Zechsteinmeer abgelagert. Besonders markant sind die Felsen an der Klingelstede nahe des Ederufers in der Gemarkung Birkenbringhausen.

Wiesenfeld
1721 gründeten 10 französische Familien hugenottischer Herkunft das „alte Dorf“, dessen Standort ca. 300 Meter vom Burgwaldpfad entfernt durch einen Gedenkstein markiert wird.
Zusammen mit 13 weiteren Familien aus der Hugenotten- und Waldenserkolonie Todenhausen errichteten sie 1755 das heutige Dorf, das sich um die ca. 1200 von Kreuzfahrern gegründete Komturei des Johanniterordens gruppiert. Erhalten geblieben sind die gotische Kirche von 1260 und das steinerne Komturgebäude von 1507.

Christborn
Der Christborn ist eine der ergiebigsten Quellen des an Quellen reichen Burgwaldes. Ca. 90 cbm Wasser werden täglich aus den 4 Buntsandsteinspalten freigegeben.

Nikolausmühle
Die Gründung der Mühle erfolgte 1712 durch einen Konduktor der Meierei Wiesenfeld. Erst seit 1916 gehört sie zum Ortsteil Ernsthausen. Das Wasser für den Betrieb der Mühle stammte aus dem nahegelegenen Christborn oder auch Nikolausquelle, benannt nach dem Vornamen des 1720 bezeugten Müllers Nikolaus Tripp. Der Mühlenbetrieb wurde Ende der 1960er Jahre eingestellt und das Mühlrad 1988 abgebaut.

Spiegelteich
Beim Verweilen am Spiegelteich mit einer Erfrischung an der nahegelegenen Bonifatiusquelle blicken Sie zwei Mal auf den Christenberg mit der Martinskirche – einmal auf den Berg selbst, zum anderen auf dessen Spiegelung im Teich. Münchhausen Die Gemeinde Münchhausen liegt in der Auen- und Hügellandschaft zwischen Rothaargebirge und Burgwald an der Grenze von Rheinischem Schiefergebirge im Westen und dem Buntsandstein der Hessischen Senke im Osten. Die Großgemeinde zählt heute rund 3.800 Einwohner. Jeder der Ortsteile hat seine eigene Geschichte. Viele ältere Häuser in den Ortsteilen wurden aus Sandsteinblöcken der ehemaligen fränkischen Burg auf dem Christenberg erbaut.

Christenberg
Der Christenberg (388m) zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region und gilt als eine der bedeutendsten Stätten früher hessischer Geschichte. So konnten bei archäologischen Grabungen stadtartige, fürstliche Besiedelungen aus keltischfränkischer Zeit nachgewiesen werden. Heute noch sichtbare, umfangreiche Wallanlagen schützten den östlichen Teil des abfallenden Bergsporns. Historisches Kleinod ist die aus romanischer und gotischer Zeit stammende Martinskirche.
Der bekannte Märchenillustrator und Worpsweder Maler Otto Ubbelohde verfiel dem Zauber des Christenberges und nutzte das alte Küsterhaus als Zeichenvorlage für das Hexenhaus in „Hänsel u. Gretel“ sowie die Martinskirche für „Aschenputtel“ im Märchenbuch der Gebrüder Grimm. Ein Rundweg sowie ein kleines Museum erschließen die vergangene Zeit. Die herrliche Aussicht von der Terrasse des Waldgasthauses reicht über das Rothaargebirge, das Siegerland bis zum Sauerland.

Naturschutzgebiet Christenberger Talgrund
Das Besondere des Burgwaldes sind u.a. die Moore. Sie zählen zu den hochwertigsten Lebensräumen Mitteleuropas. Neben ihrer Fähigkeit erhebliche Mengen CO2 zu speichern, beherbergen sie auch eine besondere Vielfalt an seltenen Pflanzen und Tieren. Im NSG „Christenberger Talgrund“ sind das u. a. die Torfmoose, zwei Arten des fleischfressenden Sonnentaus und das schmalblättrige Wollgras.

Burg Mellnau/Mellnau
Im Jahr 1250 war die Burg Mellnau wohl kaum mehr als ein solides Steinhaus. Um Land und Handelsstraßen besser kontrollieren zu können, wurde das Anwesen 1329 ausgebaut und ein Bergfried errichtet. Besitzer war der damalige Mainzer Erzbischof, der Mellnau als Amöneburger Außenposten gründete. 1464 wurde die Burg an die Landgrafen von Hessen verpfändet. Danach setzte der Verfall ein, wobei viele Steinquader für den Aufbau des Ortes Mellnau verwendet wurden.

Am Rienert (285m)
Hier genießen Sie einen herrlichen Panoramablick: Sie sehen Oberrosphe im Tal. Danach reihen sich Stirnhelle (387m), Gerlachsberg (388m), Weißels- (380m) und Hundsburg (400m), Geiershöh (403m), Treppenköpfe (390m) und Sattelkopf (384m) aneinander.

Oberrosphe/Dorfmuseum
Oberrosphe ist mit seiner 1225-jährigen Geschichte das älteste Dorf im Burgwald. Ober- und Unterrosphe wurden in einer noch heute im Staatsarchiv von Marburg erhaltenen Urkunde erstmalig um ca. 800 n. Chr. erwähnt. Bereits die Kelten gaben diesem Ort den Namen "roos-affa", was soviel wie "sumpfiges, fauliges Wasser" bedeutet. Der hohe Eisengehalt des vorherrschenden Buntsandsteines und die damit verbundene rötlichen Färbung haben ebenfalls zur Namensgebung beigetragen.
Im Dorfmuseum Oberrosphe, einem Forsthaus aus dem 18. Jahrhundert, können Sie u.a. das schwere Leben der Frauen und Mägde in historich eingerichteten Zimmern nacherleben und im alten Kaufmannsladen Kaffee und Kuchen genießen.

Otto-Ubbelohde-Haus
Rund 750 m westlich des Burgwaldpfads steht das Otto Ubbelohde Haus, das Sie besichtigen können. Otto Ubbelohde (1867 – 1922) wurde in Marburg geboren. Er war Maler, Zeichner und Illustrator der Grimmschen Märchensammlung mit insgesamt 450 Märchenmotiven. 1910 hat er sich das Haus mit Atelier gebaut und bis zum Tod dort gewohnt. Das 1999 eingerichtete Museum lässt noch einen Hauch der ursprünglichen Atmosphäre spüren.

Steinbruch bei Wehrda
Aus diesem Steinbruch stammen die Sandsteine, mit denen die Elisabethkirche in Marburg und Teile des Reichstagsgebäudes in Berlin gebaut worden sind. An der Lahn unterhalb des Steinbruchs befand sich eine Steinmühle, in der die Steine zersägt und von dort aus weitertransportiert wurden.

Pilgerfriedhof am „Michelchen“
Von hier aus haben Sie einen Blick auf die 80 m hohen Türme der Elisabethkirche, die stellvertretend für die kreative soziale Tätigkeit der Landgräfin von Thüringen und für den großen Einfluss des Deutschen Ordens steht. Das Schloss ist sichtbares Zeichen für die Bedeutung Marburgs als Grenzburg der Gisonen und der Landgrafen von Thüringen und Hessen. Die Kapelle St. Michael markiert Marburg als wichtige Pilgerstadt des Mittelalters.

Marburg / Elisabethkirche
Die Universitätsstadt Marburg liegt am Ufer der Lahn und besitzt seit dem 12. Jahrhundert Stadtrechte. Die älteste noch existierende protestantisch gegründete Universität der Welt, die Philipps-Universität Marburg, prägt auch heute noch durch ihre Bauwerke und ihre Studenten das Stadtbild. Die heute evangelische Elisabethkirche ist die erste rein gotische Hallenkirche im deutschen Kulturgebiet. Sie wurde vom Deutschen Orden unter maßgeblicher Förderung der Landgrafen von Thüringen zu Ehren der heiligen Elisabeth von Thüringen über ihrem Grabmal erbaut, was sie zu einem bedeutenden Wallfahrtsort des späten Mittelalters machte.

 

 

 

 

 

 

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Mehr in dieser Kategorie:
« Premiumwanderweg Panoramapfad